Skalecki/Rist

 Frostkalt

Taschenbuch: 280 Seiten

Verlag: Gmeiner-Verlag

ISBN-13: 978-3839221563

 

 

 

Eine wahrlich schmackhafte Krimispeise

 

 

 

Winter in Bremen:

 

Zwei konkurrierende Bäckerbrüder, ein ausgesetztes Baby mit zwei möglichen Vätern, mit Pestiziden verseuchte Rosinen, ein durch eine Nussallergie ausgelöster Tod eines Kindes, eine versuchte Erpressung und zwei Morde, mit der gleichen Mordwaffe durchgeführt, eine Jugendliche, die brutal zusammengeschlagen wird – es geschieht sehr viel in diesem Buch, und so sind Kommissar Hölzle mit gemütlichem schwäbischen Sprachductus und seine Kollegen vollauf beschäftigt, mit Hilfe regelmäßiger Nahrungsaufnahme und kollegialen Neckereien der ernsthaften Ermittlungsarbeit nachzugehen – bis zur völlig überraschenden Aufklärung.

 

 

 

Bevor ich noch so wirklich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich schon hingerissen vom Buch. Zum einen wegen des Personenregisters. Da ich meist mehrere Bücher nebeneinander lese, ist mir solch ein Register, wenn es denn vorhanden ist, eine ganz große Hilfe, um nicht die Orientierung zu verlieren. Und dann diese wunderbare Umdichtung des Liedes „Morgen kommt der Weihnachtsmann…“ in „Morgen kommt der Sensenmann…“.  Eine bessere Einstimmung in den Krimi könnte ich mir gar nicht denken.

 

 

 

Die beiden Autorinnen verstehen es ganz großartig, erfrischend lebendige und spannende Elemente zusammenzurühren und das Ganze mit einer Prise Humor zu würzen. Als Zuckerl gibt es dazu den schwäbischen Slang des Kommissar Hölzle. Eine ganz leckere Krimispeise!  Sehr genehm für die Leser ist, dass die Ermittler relativ entspannt, ohne Zickereien, aber stets hungrig ihrer Arbeit nachgehen. Ein mehrschichtiger Plot lässt erst gegen Ende beim Leser Vermutungen aufkommen, sodass die Spannung nie abreißt.

 

Wie schön, so ein kurzweiliges, gleichbleibend spannendes Buch entdeckt zu haben. Herr Hölzle hat an mir einen neuen Fan gewonnen!