Tatjana Kruse

 

Der Gärtner war’s nicht

 

Taschenbuch: 316 Seiten

 

Verlag: Insel Verlag

 

ISBN-13: 978-3458362654

 

 

 

 

 

Lachmuskel-Training

 

Konny und Kriemhild, zwei sehr ungleiche Zwillingsschwestern und knapp über 60, führen eine Frühstücks-Pension, in die sich selten ein Gast verirrt. Und so hat letztlich Amenhotep, der Nacktkater des Hauses, das Sagen. Weiterhin zum Haus gehörend ist Herr Hirsch, der nach einem Schlaganfall als Aphasiker zwar regen Anteil am Geschehen nimmt, aber in seinen Einzelwortäußerungen stets ziemlich daneben liegt.  Seine große Liebe gehört einem Aufsitzrasenmäher, auf dem er herumfährt, ohne je zu mähen. Diese Idylle ändert sich schlagartig, als – Jackpot! – sich eine Gruppe von Musikern in der Pension einfindet und mit ihren veganen Essenswünschen und Wesenssonderlichkeiten besonders Kriemhild in ihren Zuständigkeitsbereichen an die Grenzen bringt.  Als dann noch ein Toter mit zu Brei gefahrenem Kopf vor der Haustür liegt, packen Konny und Kriemhild alle Raffinesse und Schnüffellust aus…

 

Schon der Plot allein vermittelt in etwa, dass wir es bei diesem Buch mit einem sehr, sehr schrägen, skurrilen Inhalt mit sehr, sehr schrägen und skurrilen Protagonisten zu tun haben. Also keinesfalls ein Buch für den „klassischen“ Krimi- oder Thriller-Leser, davor sei eindringlich gewarnt. Es ist ein Buch für Leser, die Lust auf herzhaftes Lachen haben, die sich Seite um Seite überraschen lassen wollen, mit welchem Wortwitz und Ideenreichtum die Autorin uns gute Laune macht, und das vom ersten Satz an. Und natürlich das allerbeste Geschenkbuch für liebe Freundinnen, sei es zur Aufmunterung oder sei es zum gemeinsamen Lesen und Lachen. „Die Welt wäre schöner, wenn Mücken Fett statt Blut saugen würden.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!